MCB-A

Musée cantonal des Beaux-Arts

Ein neues Gesicht
Das Musée cantonale des Beaux-Arts (MCBA), das 1841 vom Maler und Mäzen Marc-Louis Arlaud gegründet wurde, war seit 1906 im Palais de Rumine untergebracht: einem Gebäude, das dank Gabriel de Rumine – auch er ein Mäzen – erbaut worden war. Seit 1924 haben die Direktoren des MCBA immer wieder auf den Platzmangel hingewiesen: ein Problem, das ebenso wie die Bedingungen für die Konservierung der Kunstwerke zunehmend kritisch wurde. Die Antwort auf diese Herausforderungen insbesondere im Zusammenhang mit den Standards der Konservierung, Ausstellungsgestaltung und Kulturvermittlung war nicht wie üblich eine Erweiterung des Räumlichkeiten. Vielmehr hat das MCBA ein komplett neues Gebäude erhalten, das ihm die Möglichkeit bietet, nach über 150 Jahren auf modernen Fundamenten und mit einem frischen Geist ein neues Kapitel aufzuschlagen. Dem MCBA kommt somit ein seltenes Privileg zu: Es kann eine neue Identität aufbauen und neue Sichtbarkeit erlangen, während es zugleich auf seine bestehenden Sammlungen, seine Geschichte und seine national und international anerkannten Kompetenzen zurückgreifen und diese einbinden kann.

Ein einzigartiges Erbe
Heute zeigt das Museum seine Sammlungen von alter und zeitgenössischer Kunst im Rahmen von monografischen und thematischen Ausstellungen sowie durch Leihgaben an Schweizer und internationale Museen. Seit 2019 kann sich das MCBA nun auf der Grundlage einer Philosophie entwickeln, die auf Offenheit beruht: Offenheit gegenüber der Welt und gegenüber allen. Es ist ein Ort des Austauschs und der Begegnung zwischen Kunstformen aller Epochen, zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Kulturen von hier und anderswo, zwischen Besucherinnen und Besuchern verschiedener Generationen und geografischer Herkunft, zwischen Fachpersonen und neugierigen Laien, zwischen Arbeitswelt und Welt der Freizeit. Die neuen Ausstellungsflächen stärken die Positionierung des Museums auf der nationalen und internationalen Bühne, weil es sich jetzt öffnen und Werke aus seinen Sammlungen zeigen kann, die anderswo nicht zu sehen sind. So finden das Schaffen von grossen Waadtländer Künstlern und bedeutende Werke, die von Sammlern erworben wurden, eine verstärkte Sichtbarkeit und neue Ausstrahlung.

Das Gebäude des MCBA ist in zwei Teile unterteilt, die verbunden sind durch ein grosses Foyer: ein Mittelschiff, das an die historische Lokomotivhalle erinnert, die von 1911 bis 2016 auf diesem Areal stand. Die von den in Barcelona beheimateten Architekten Barozzi/Veiga entworfenen Ausstellungsräume befinden sich in den beiden oberen Stockwerken, wobei die eine Seite für Dauerausstellungen und die andere für Wechselausstellungen reserviert ist. Zwei besondere Räume bieten Platz für eine unkonventionelle Programmierung, die sich an vielfältige Zielgruppen richtet. Einer davon ist der «Espace Projet» im Erdgeschoss, in dem temporäre Ausstellungen gezeigt werden: eine Art experimentelles Labor, das sich mit aktuellen Entwicklungen in der Kunst beschäftigt und sowohl lokalen als auch internationalen Kunstschaffenden offen steht. Die Programmierung, die oft auf punktuellen Veranstaltungen basiert, kann an Gast-Kuratoren übertragen werden, wodurch die Vernetzung und der Austausch gefördert werden. Im «Espace Focus», der mit den Dauerausstellungen verbunden ist, können in einer rascheren Abfolge Neuerwerbungen, restaurierte Werke und neuere Forschungen zu Kunstwerken und Kunstschaffenden gezeigt werden. Die Servicebereiche – Restaurant, Bibliothek, Shop … – befinden sich im Erdgeschoss, Reserveflächen und die technischen Räumlichkeiten im Untergeschoss. Die Nordfassade des Backsteingebäudes, die auf den Platz hinausgeht, ist durch den Rhythmus der vertikalen Lamellen geprägt. Diese Elemente erlauben eine Steuerung des Lichteinfalls und schaffen zahlreiche Öffnungen, die ungewohnte Perspektiven und Möglichkeiten zum Austausch zwischen dem Museum und der Aussenwelt eröffnen. Nachts erzeugen diese Öffnungen ein Lichtspiel, das dieses Kunstquartier prägt und in einen Dialog tritt mit dem leuchtenden Spalt, der das neue Gebäude für das mudac und das Musée de l'Elysée durchbricht.

Das Gebäude, das einen ganz eigenen Charakter aufweist und zugleich eine Hommage ist an die industrielle Vergangenheit des Ortes, wurde speziell für die Bedürfnisse eines modernen Kunstmuseums entworfen. Die Kontrolle des Klimas, der Luftfeuchtigkeit und des Lichts ebenso wie die Sicherheit gehören zu den zwingenden Voraussetzungen, damit Retrospektiven bedeutender Persönlichkeiten der Kunstgeschichte und thematische Ausstellungen mit herausragenden Werken ausgerichtet werden können. Das MCBA profitiert in seinem neuen Gebäude von optimalen Bedingungen, um einem breiten Publikum immer wieder neue aussergewöhnliche Entdeckungen und künstlerische Emotionen bieten zu können.

Musée cantonal des Beaux-Arts
Gründung: 1841
Direktor: Bernard Fibicher
Sammlungen: Über 10'000 Werke, darunter fünf bedeutete Sammlungen:
Abraham-Louis-Rodolphe Ducros (1748–1810), Charles Gleyre (1806–1874), Théophile-Alexandre Steinlen (1859–1923), Félix Vallotton (1865–1925), Louis Soutter (1871–1942)
Schwerpunkt: 18. Jahrhundert bis Postimpressionismus, mit Fokus auf Kubismus und abstrakte Kunst aus der Waadt

Kontakt

Musée cantonal des Beaux-Arts

Musée cantonal des Beaux-Arts

PLATEFORME 10
Place de la Gare 16
1003 Lausanne

Öffnungszeiten
Montag: geschlossen
Dienstag– Sonntag: 10h–18h
Donnerstag: 10h–20h

+41 21 316 34 45 info.beaux-arts@vd.ch

https://www.mcba.ch

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